Die Tunnellinie selbst ist nur die halbe Sache, wenn sie im Werk ankommt. Abluftkanäle, Flüssigstickstoff-Versorgungsleitungen, die Anbindung der Zu- und Abführungsenden an vor- und nachgelagerte Prozesse sowie der für Hebe- und Wartungsarbeiten benötigte Raum – diese vier Bereiche müssen vor Ort klar geregelt sein, sonst läuft selbst bei noch so genau eingestellter Netzbandgeschwindigkeit kein stabiler Gefrierrhythmus. Die Tunnellinien der Kunning Cryo DKN-LFT-Serie werden mit Flüssigstickstoff-Proportionalventil, oberer und unterer Einspritzeinrichtung und Abgasabsaugöffnungen am Zu- und Abführungsende geliefert; Flüssigstickstofftank und Abluftkanäle sind bauseitig bereitzustellen. Nachfolgend werden die Schnittstellenbedingungen und Auswahlkriterien dieser Bereiche im Einzelnen aufgeführt.

Geräteübersicht
Die DKN-LFT-Serie ist eine kontinuierliche Netzband-Tunnellinie mit integriertem Hubmechanismus, eingesetzt für Produkte, die eine kontinuierliche Zuführung und Einzelplatzierung vor dem Gefrieren erfordern. Das Gerät besteht aus vier Teilen: Gehäuse, Transportsystem, Kühlsystem und Steuerungssystem. Die Betriebstemperatur liegt zwischen -150℃ und Raumtemperatur, die Temperiergenauigkeit beträgt ±2℃.
Das Gefrierprinzip beruht auf der Wärmeaufnahme durch Verdampfung von Flüssigstickstoff in Kombination mit der fühlbaren Wärme von kaltem Stickstoffgas. Flüssigstickstoff wird über das Proportionalventil zu den Düsen im Tunnel geführt und verdampft beim Sprühen, wobei Wärme entzogen wird. Ein tieftemperaturfester Langachsmotor an der Oberseite mit Nylon-Axialventilatoren erzeugt ein zirkulierendes Luftfeld, das die Temperaturen über und unter dem Netzband angleicht. Im Leerlauf kann der Tunnel um etwa 10℃ pro Minute abkühlen; die tatsächliche Abkühlkurve hängt von der Beladungsmenge und der Zufuhrtemperatur ab.
Modelle und Parameter
Die vier Modelle unterscheiden sich deutlich in Netzbandabmessungen, Außenabmessungen und Leistung. Bei der Auswahl sind zunächst die Abmessungen der Einzelplatzierung und die Kapazität zu prüfen, dann die verfügbare Länge in der Werkhalle.
| Modell | Netzbandabmessung (L×B) | Außenabmessung (L×B×H) | Gesamtleistung | Zyklus von Zuführung bis Abführung | Schnellfrierkapazität |
|---|---|---|---|---|---|
| DKN-LFT-0908 | 8000 × 900 mm | 8000 × 1750 × 1670 mm | ca. 15 kW | gemäß Auftrag | gemäß Auftrag |
| DKN-LFT-1206 | 6000 × 1200 mm | 6000 × 2200 × 1750 mm | 9 kW | 6~30 Minuten einstellbar | gemäß Auftrag |
| DKN-LFT-1212 | 12000 × 1200 mm | 12000 × 2250 × 1670 mm | 18 kW | 5~25 Minuten einstellbar | 1 m³/h |
| DKN-LFT-1612 | 12000 × 1600 mm | 12000 × 2700 × 1950 mm | 26 kW | 8~40 Minuten einstellbar | gemäß Auftrag |
Gemeinsame Basisparameter der vier Modelle:
| Position | Parameter |
|---|---|
| Betriebstemperatur | -150℃ ~ Raumtemperatur |
| Temperiergenauigkeit | ±2℃ |
| Abkühlgeschwindigkeit im Leerlauf | ca. 10℃ pro Minute |
| Stromversorgung | 380V / 50Hz |
| Flüssigstickstoff-Versorgungsdruck | 5~8 bar (Flüssigstickstofftank bauseitig) |
| Sauerstoffkonzentration Schwellenwert | 19,5% ~ 21,5% |
Hauptausstattung
Gemäß Systembeschreibung werden Komponentenmarken und konkrete Typenbezeichnungen in den externen Unterlagen nicht im Einzelnen aufgeführt.
- Gehäuse: Innen- und Außenkammer aus lebensmittelechtem Edelstahlblech, geschnitten, gebogen und beidseitig verschweißt; an lasttragenden Stellen mit Verstärkungsrippen, die einer Tieftemperaturschäumung unterzogen wurden, um Kälteeindringung zu verhindern; mehrschichtige Isolierschaumdämmung mit 150 mm Dicke; Boden des Gehäuses als flaches V mit Ablaufauslass, Reinigungsrückstände und Wasser werden über das Ablaufrohr abgeführt.
- Transportsystem: Lebensmittelechtes Edelstahl-Netzband mit Frequenzumrichter-Motor und Getriebe, ausgestattet mit selbstanpassender Spanneinrichtung zur Aufrechterhaltung der Betriebsspannung bei Tieftemperatur; Netzbandgeschwindigkeit je nach Produkt eingestellt, entsprechend dem Zyklus in der obigen Tabelle.
- Kühlsystem: Tieftemperatur-Proportionalventil mit Doppelventilsteuerung, manuell oder automatisch umschaltbar; mehrere Edelstahldüsen über und unter dem Netzband verteilt, wahlweise gesamt oder zonenweise unabhängig öffenbar, obere und untere Einspritzwinkel einstellbar; tieftemperaturfester Langachsmotor an der Oberseite mit Nylon-Axialventilatoren, Luftvolumen pro Einheit 6000 m³/h, Luftdruck 65 Pa, Nylonflügel vereisen bei Tieftemperatur nicht; Abgasabsaugöffnungen am Zuführungs- und Abführungsende, Anschluss an bauseitige Abluftkanäle.
- Steuerungssystem: SPS mit PID-Regelung, Touchscreen-Eingabe, Netzbandgeschwindigkeit frequenzgeregelt, mehrere Gefrierprozesse speicherbar und per Ein-Klick abrufbar; Temperaturmessstellen mit PT100-Platinwiderstand, eine Hauptsteuerung, eine Überwachung.
- Sicherheitssystem: Not-Aus-Schalter am Zuführungsende, am Schaltschrank und am Abführungsende; Sauerstoffkonzentrationsmessgerät in der Nähe des Geräts installiert, mit dem Flüssigstickstoff-Absperrventil verknüpft; bei Unterschreitung des Schwellenwerts wird die Versorgung unterbrochen, akustischer und optischer Alarm ausgelöst und das Gerät gestoppt, der Absaugventilator läuft weiter; bei Ausfall des Absaugventilators wird das Gerät direkt gestoppt, ohne laufenden Absaugventilator läuft das Gerät nicht.
Schnittstellen und Peripherie vor Ort
Dieser Bereich entscheidet darüber, ob die Tunnellinie termingerecht in Betrieb gehen kann; die vier Blöcke müssen in den Vor-Ort-Zeichnungen frühzeitig berücksichtigt werden.
Abluft: Das Gerät hat Abgasabsaugöffnungen an beiden Enden; der vom Absaugventilator geförderte Stickstoff muss über bauseitige Abluftkanäle ins Freie geleitet werden. Die vom Amt für Notfallmanagement der Provinz Hubei herausgegebene „Sicherheitstechnische Verwaltungsrichtlinie für Unternehmen mit Flüssigstickstoff-Schnellfriertunnellinien (Versuch)“ enthält hierzu konkrete Anforderungen: Die Tunnellinie sollte in einem separaten Schnellfrierraum untergebracht sein, der Produktionsbereich mit mechanischer Abluft versehen und unter leichtem Unterdruck gehalten werden; beim Start ist das Abluftsystem mindestens 3 Minuten vorher einzuschalten, bevor das Gerät gestartet wird; nach dem Stoppen wird zuerst das Gerät gestoppt, die Abluft läuft mindestens 3 Minuten nach, bevor sie abgeschaltet wird; das Abluftsystem sollte mit kontinuierlicher Überwachung des Ventilatorstroms und Alarmierung ausgestattet und mit dem Gerätestart und -stopp verriegelt sein; wenn die Temperatur am Abluftauslass unter 0℃ fällt oder der weiße Nebel im Produktionsbereich zunimmt, ist sofort zu prüfen, ob Flüssigkeitsleckage vorliegt (Richtlinientext siehe Portal der Volksregierung der Provinz Hubei).
Flüssigstickstoffversorgung: Die geräteseitige Schnittstelle ist für 5~8 bar Flüssigstickstoff ausgelegt; Tank und Förderleitungen sind bauseitig bereitzustellen. Gemäß derselben Richtlinie sind in der in die Werkhalle führenden Flüssigstickstoffleitung Notabsperrventile zu installieren; die Not-Aus-Taster an beiden Tunnelenden und am Schaltschrank müssen funktionsfähig bleiben; Leitungen, Anschlüsse und Dichtungen sind gemäß den Tieftemperaturbedingungen auszuwählen.
Strom und Erdung: 380V/50Hz Drehstromversorgung, das Gerät ist mit Erdungsleitung und Schutzschalter ausgestattet, intern mit Phasenfolgeschutz, um Rückwärtslauf durch Phasenumkehr zu vermeiden.
Wartungs- und Reinigungsraum: Das Gehäuse ist als Ganzes hubfähig, Hubweg maximal 550 mm, Innenkammer 750 mm, für den Austausch von Bauteilen und Wartungsarbeiten; Höhe und Breite der Bedienseite sind auf die Arbeitsabmessungen des Personals ausgelegt. Die Höhe der Zuführ-, Beleg- und Abführungseinrichtungen muss mit der Netzbandebene bündig sein; der Takt der vor- und nachgelagerten Prozesse richtet sich nach dem Zu- und Abführungszyklus.
Anwendungsszenarien
- Meeresfrüchte: Garnelen, Fischfilets, Fischköpfe werden einzeln platziert und kontinuierlich durch den Tunnel geführt, in Kombination mit Einzelgefrieren zur Reduzierung von Verklumpung; Modelle mit Netzbandbreite ab 1200 mm eignen sich für mehrreihige Platzierung. Siehe auch Kapazitäts- und Raumabstimmung von Flüssigstickstoff-Schnellfriertunneln in der Meeresfrüchteverarbeitung.
- Fertiggerichte und Menüpakete: Häufige Chargenwechsel, speicherbare Prozesse ermöglichen den Ein-Klick-Abruf von Gefrierparametern; der Zu- und Abführungszyklus wird nach Verpackungsdicke gewählt.
- Fleisch- und Geflügelteile: Für kontinuierliche Großmengen Modelle mit 12 m Netzbandlänge, vorgelagert die Zerlegelinie, nachgelagert die Verpackung.
- Teigwaren und Backhalbfertigung: Geeignet für kurze Gefrierzyklen, reduziert Oberflächenrisse. Produktionsplanung und Linienlayout siehe Linienlayout des Teigwaren-Schnellfrierabschnitts.
Netzbandabmessungen und Ausstattung der vier Modelle siehe Produktseite Flüssigstickstoff-Schnellfriertunnel; zum Zusammenspiel von Netzbandgeschwindigkeit und Gefrierzyklus siehe Wie der Gefrierzyklus eines Flüssigstickstoff-Schnellfriertunnels bestimmt wird.
Häufige Fragen
Welche Peripherie muss für die Tunnellinie bauseitig bereitgestellt werden?
Flüssigstickstofftank, Flüssigstickstoff-Förderleitungen, Abluftkanäle sowie die Stromversorgung und der Aufstellungsort gemäß 380V/50Hz. Das Tankvolumen richtet sich nach dem tatsächlichen Verbrauch; das Gerät selbst enthält keinen Tank.
Warum muss das Abluftsystem mit dem Gerät verriegelt sein?
Stickstoff hat eine höhere Dichte als Luft und sammelt sich am Tunnelboden und an tiefer gelegenen Stellen der Werkhalle; ein Absinken der Sauerstoffkonzentration ist schwer wahrnehmbar. Die Verriegelung von Abluft und Gerätestart bzw. -stopp sowie die kontinuierliche Überwachung des Ventilatorstroms ermöglichen ein rechtzeitiges Stoppen bei Ventilatorausfall; ein Notabsperrventil in der in die Werkhalle führenden Flüssigstickstoffleitung ermöglicht bei anomaler Konzentration die direkte Unterbrechung der Flüssigkeitszufuhr. Diese Punkte sind in der „Sicherheitstechnischen Verwaltungsrichtlinie für Unternehmen mit Flüssigstickstoff-Schnellfriertunnellinien (Versuch)“ festgehalten.
Wie wählt man die Netzbandabmessung unter den vier Modellen?
Zunächst die Breite berechnen, die eine Einzelplatzierung einnimmt, dann die Stückzahl pro Stunde ermitteln. DKN-LFT-1206 mit Netzband 6000 × 1200 mm eignet sich für Standorte mit begrenzter Hallenlänge und ein- oder zweireihiger Platzierung; DKN-LFT-1212 und DKN-LFT-1612 mit 12000 mm Netzbandlänge eignen sich für kontinuierliche Großmengenproduktion; das Modell 1612 mit 1600 mm Netzbandbreite lässt bei mehrreihiger Platzierung weniger Stau befürchten.
Wie viel Raum ist für die Wartung des Geräts vorzusehen?
Das Gehäuse ist als Ganzes hubfähig, Hubweg maximal 550 mm, Innenkammer 750 mm; es genügt, einen Durchgang für den Netzbandwechsel und Arbeitsraum an der Bedienseite vorzusehen. Das Hubsystem ist mit automatischer Verriegelung und manuellem Sicherungsbolzen ausgestattet.
Wodurch wird die Kerntemperatur des Gefrierguts gesteuert?
Durch das Zusammenspiel von Netzbandgeschwindigkeit und Flüssigstickstoff-Einspritzmenge sowie die Gleichmäßigkeit des zirkulierenden Luftfelds. Das Gerät kann mehrere Gefrierprozesse speichern; die Parameterkombination wird vor Ort nach Probeproduktion je Produkt festgelegt; die Leerlaufabkühlung von etwa 10℃ pro Minute dient als Referenz für die Inbetriebnahme, nach Produktionsbeginn gilt die gemessene Kerntemperaturkurve als maßgeblich.
Konkrete Schnittstellenabmessungen, Peripherieleitungen und Standortbedingungen werden gemäß Auftrag festgelegt. Wenn die Anschlusspositionen anhand des Hallenplans abgestimmt werden sollen, hinterlassen Sie eine Nachricht auf der Kontaktseite.
Detailseiten dieser Serie
Für die folgenden Modelle liegen vollständige technische Unterlagen vor; öffnen Sie ein Modell für alle Daten und die Ausstattung.
- DKN-LFT-0908 — Flüssigstickstoff-Gefriertunnel
- DKN-LFT-1206 — Flüssigstickstoff-Gefriertunnel
- DKN-LFT-1212 — Flüssigstickstoff-Gefriertunnel
- DKN-LFT-1612 — Flüssigstickstoff-Gefriertunnel